OBI Baumarkt

Warum wurde das Unternehmen für den Schwarzen Freitag, 13. Januar 2017 nominiert?

  • Mutwillige Schließung von Filialen, um unliebsame Betriebsratsmitglieder los zu werden
  • Tarifflucht

Immer wieder streiken Mitarbeiter mit ihrer Gewerkschaft ver.di für Mitbestimmungsrechte und angemessene Bezahlung nach Tarifvertrag. Doch die Milliardärsfamilie Haub schaltet auf stur.

Schocktherapie: Abstoßen von Filialen soll GBR zerschlagen

Im Sommer 2016 verkaufte OBI handstreichartig ausgerechtet die Filiale in Sömmerda (Thüringen), in welcher der Vorsitzende des Gesamtbetriesrats (GBR) Bernhard G. arbeitete. Um sich auch die stellvertretende GBR-Vorsitzende Gertrud W. vom Hals zu schaffen, beschloss das Management beinahe zeitgleich die Schließung der OBI-Filiale in Augsburg. Nur eine einstweilige Verfügung konnte die Augsburger Schließung vorläufig stoppen, während der Verkauf von Sömmerda von den Gerichten bestätigt wurde.

Der GBR-Vorsitzende aus Sömmerda war gleichzeitig Vorsitzender der Konzernbetriebsrats Tengelmann. Beobachter sind sich sicher: Sowohl der Verkauf des OBI-Marktes in Sömmerda als auch die Schließung in Augsburg geschahen nicht aus wirtschaftlich nachvollziehbaren Gründen, sondern um engagierte Gewerkschafter und konfliktbereite Betriebsratsmitglieder los zu werden.

Mit diesem Willkürakt wollte das OBI-Management ein Zeichen setzen und in der Belegschaft Angst und Schrecken verbreiten: Wir sitzen am längeren Hebel, wir lassen euch notfalls über die Klinge springen.


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email | 0176.5799171

Welche Fertigmacher sind beteiligt?

Die internationale Groß-Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer fädelte die juristische Umsetzung der Betriebsratsbekämpfung per Standortschließung ein. Freshfields ist die älteste Wirtschaftskanzlei der Welt und bis heute eine der mächtigsten. Ihre Juristen schrieben an Finanzmarkt-Gesetzen der Bundesregierung mit, darunter am Finanzmarktstabilisierungsgesetz, das etwa 80 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in den maroden deutschen Bankensektor pumpte.

Hintergrund: Milliardärs-Familie spielt Monopoly

Besitzer der Kette ist mit Karl-Erivan Haub einer der 200 reichsten Menschen der Welt. Zum Familien-Imperium, das er von seinem Vater Erivan Karl Haub geerbt hat, gehört mit dem Textil-Discounter KiK ein weiterer Skandalbetrieb, der bereits am 13. November 2015 Ziel eines Schwarzen Freitags war.

Auch der kaltschnäuzige Verkauf der Supermarkt-Kette KaisersTengelmann Ende Oktober 2016 geht auf das Konto der Haub-Familie.

Quellen:


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